PATMOS 

 

 

 

 

 

 

  

 Urlaubsträume, zum Beispiel von

 

PATMOS  CHORA

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Chora

 

Von gebeten abgenützt die stufen

eingegrabene visionen pulst das blut

der entrückung agios ioannis:

noch immer

steigen wir steigen zum anfang

und nichts was geworden ist -

 

der ölbaum zwischen den felsen

erinnert sich der wind

wiederholt das geschriebene

         noch immer

kerzen flackern im nachhall ohne zeit -

nachtfangend die mundhöhle des wortes

  

 

 

 

 

PATMOS
PATMOS

 

   

Patmos, die Insel des Sehers Johannes

 

Zweimal verbrachte ich meinen Malurllaub auf Patmos - die ungeheuere Menge an Motiven, die mich ansprangen, lockte mich schon um sieben Uhr früh aus dem Bett, zum Frühstück mit meinen Freunden auf der weithin blickenden Terrasse kehrte ich stolz mit einem ersten Bild zurück. Und mittags nahm ich mir keine Zeit zum Essen, ich begnügte mich mit einer Flasche Cola. Als ich nachmittags mit meinem BLock in einer der steilen Gassen saß, servierte mir eine alte Griechin auch einmal Kaffee und Bäckereien.

 

Wir wohnten in Chora, dem Ort mit dem Kloster auf dem Berg, aber auch eine Badebucht war zu Fuß zu errreichen - das Malen hatte freilich meist Vorrang. Der Fotoapparat ergänzte, was den Wasserfarben entging.

 

Die Volksfrömmigkeit übersieht großzügig, dass der Apokalyptiker Johannes, der in einer Höhle auf Patmos die Geheime Offenbarung schaute und schrieb (man zeigt die Sitzgelegenheit seines Sekretärs), nicht der Evangelist Johannes war. Aber das ändert nichts am Zauber dieser Dodekanes-Insel.

   

 

 

 

Patmos Abendsonne Meer